Orientierung stiften statt Protest

Kitzingen (dn) „Während viele Gruppierungen versuchen Desinformation und Unzufriedenheit für ihre destruktiven Zwecke zu streuen, sehen wir es als unsere Aufgabe Themen wirklich zu diskutieren und Positionen für die Zukunft zu erarbeiten, sprich Orientierung zu stiften statt Protest. Denn die Corona-Folgen treffen die Jugend nachhaltig“, spielt der Bezirksvorsitzende der Jungen Union Unterfranken Daniel Nagl auf die „Anti-Corona-Proteste“ im Freistaat am vergangenen Wochenende an. Die jungen Christsozialen arbeiten seit Wochen digital.

Bereits dreimal lud die Junge Union online zum Talkshowformat „Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur“-Stream. Unter anderem mit Staatsministerin Judith Gerlach aber auch mit Professoren der Hochschulen Würzburg, Schweinfurt und Eichstätt beleuchtete die JU soziale und wirtschaftliche Fragen im Zusammenhang mit Corona. „Diese Gespräche und digitale Vorstandssitzungen haben wir genutzt, um als erster Jugendverband Anfang Mai ein „Postcorona-Papier“ zu beschließen, das jetzt der JU Bayern als Vorlage dient. Uns geht es dabei um nachhaltig-faire bzw. produktive Lösungen. Deswegen fordern wir Katastrophenschutzkonzepte ohne Grenzschließungen und stellen uns dagegen, dass zu aller erst mit 3.000 Euro-Autoprämie die Gewinne von Automobilkonzernen gesichert werden sollen, während massenhaft mittelständische Dienstleister leiden und Familien in Kurzarbeit Einkommen fehlt. Wir zahlen ja auch keine 40 Cent Bierprämie, um Brauereien und die Landwirtschaft zu stützen oder verteilen 10€-Fluggutscheine bei Lufthansa“, so Nagl kritisch.

Indirekt von Corona aufgeworfene Fragen, wie Bildungsgerechtigkeit, zu denen keine Beschlusslage vorliegt, beleuchtet die JU Unterfranken gemeinsam mit anderen Bezirksverbänden in einem am Main entwickelten Debating-Format. „Dabei betrachten wir ein Thema mit zugewiesenen Pro- und Contra-Haltungen. Der Zuschauer kann dann selbst abwägen, wie er etwa zu einer priorisierten Beschulung von Kindern aus sozial schwachen Haushalten steht“, so die stv. CSU-Bezirksvorsitzende und Debattenteilnehmerin Karolin Ruf aus Theilheim.


Mehr zur Positionierung und den digitalen Formaten unter

fb.com/jungeunionunterfranken/

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