JU Ufr legt Postcorona-Paper vor

JU-Landesvorsitzender und Europaabgeordneter Christian Doleschal überzeugt sich persönlich vom Arbeitstempo der JU Unterfranken – Digitalisierung macht’s möglich.

Ufr (dn) „Ich bin mir fast sicher, wir werden mit unserem Vorstoß nicht nur Zustimmung ernten. Aber für uns, die wir mit den Folgen von covid-19 noch Jahrzehnte leben werden, gilt es auch unbequeme, aber notwendige Punkte anzusprechen, wenn wir nachhaltige Verbesserung erreichen wollen. Wir hätten bei Bildungsgerechtigkeit, Impfung oder der genauen Ausgestaltung staatlicher Konjunkturpolitik noch weitere Punkte anfügen können, haben uns aber auf einige Kernanliegen beschränkt und werden schwerer Greifbares in den nächsten Wochen intensiv beleuchten,“ kommentiert der Bezirksvorsitzende der Jungen Union Daniel Nagl aus Kitzingen das am Sonntag durch die jungen Christsozialen veröffentlichte 11-Punkte-Positionspapier „Postcorona und die Generation Y“. Die JU Unterfranken ist der erste Jugendverband in Bayern, der Vorschläge für eine Politik nach Corona vorlegt.

Der mit über 1.700 Mitgliedern zwischen 16 und 36 Jahren größte politische Jugendverband Unterfrankens fordert als Reaktion auf die Erfahrungen der Coronakrise unter anderem die Einführung einer flexibel vor dem 30. Lebensjahr gestaltbaren 9-monatigen Dienstpflicht, ein EU-Dach beim Katastrophenschutz, Seuchenschutzkonzepte ohne Grenzschließungen und mittelfristig eine europäische Einlagensicherung.

Nach dem Willen der JU soll Videoteaching in der Lehrerausbildung integriert, ePersonalausweis inkl. Signatur für „wirkliches eGovernment“ sorgen, behördliche IT gestärkt und Homeoffice besser steuerlich gefördert werden. Zur solidarischen Finanzierung der Krisenkosten sollen ein Einfrieren der Rundfunkbeiträge bis 2023 und eine Beteiligung aller Generationen beitragen; bei fallenden Durchschnittslöhnen auch in Form fallender Renten.

Um Krisen auch künftig vergleichsweise gut bewältigen zu können, fordert die JU die baldmöglichste Rückkehr zu ausgeglichenen Haushalten und Schuldentilgung; Rückflüsse aus Corona-Krediten sollen jedoch zur Konjunkturbelebung investiert werden; bevorzugt in Startups progressiver Branchen und nicht als Subventionen einzelner Produkte wie Automobile.

Schlussendlich appelliert die JU an Unternehmen Lieferketten global jedoch diversifiziert zu erhalten und an die EU-Staaten sich im Sinne von Bundesminister Gerd Müller zu einer fairen Politik zu verpflichten, bei der im Krisenfall schwächeren Staaten nicht durch Aufkauf von Lebensmitteln und medizinischem Gerät die Lebensgrundlagen entzogen werden.

„Nachdem wir uns als JU in den vergangenen Wochen auf Bezirks- und Landesebene in digitalen Formaten und breiter Beteiligung intensiv mit Spitzenpolitikern und Wissenschaftlern ausgetauscht haben, freut es mich, dass Dr. Ulrich Seubert, Julian Heim, Michael Holl, Marius Kretschmer und ich binnen drei Tagen einen Entwurf zusammengetragen und wir binnen einer Woche das Papier mit dem Bezirksvorstand beschließen konnten“, so Nagl. Herausgekommen sei ein Papier, mit dem Katastrophenschutz, Europa, Digitalisierung und Gründung gestärkt sowie Lasten fair verteilt werden sollen.

Die Junge Union zeigt damit, dass auch Parteien in Krisen keine Pause machen. Politische Arbeit funktioniere „jedoch etwas schneller und erfordert im Digitalen auch innovative Formate. Das gibt uns Jungen, die wir in den Parlamenten nicht so zahlreich vertreten sind, die Gelegenheit zu zeigen, dass auch die CSU dynamischer, jünger und mitunter kontroverser ist, als viele glauben“, so Nagl.

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.