Landwirte und gelingender Umweltschutz gehören zusammen

JU AK „Umwelt, Land- und Forstwirtschaft“ auf dem Betrieb Werner in Heustreu (NES)

Heustreu (ju) Nicht nur um die CSU jünger zu machen, sondern vielmehr um noch mehr junge Menschen in die praktische Arbeit der Politik mit einzubeziehen, wurden in den vergangenen Monaten bei der Jungen Union Unterfranken Arbeitskreise gebildet. Diese werden sich jeweils mit speziellen Themengebieten befassen. Eine dieser Gruppen ist der Arbeitskreis Umwelt, Land- und Forstwirtschaft. Er konstituierte sich Ende Oktober in Heustreu auf Einladung des Vorsitzenden Andreas Türk aus Oberstreu und seiner Stellvertreterin Julia Streit aus Stockheim.

Zentrale Themen sollen Nachhaltigkeit, Landwirtschaft und der Waldumbau sein. Aber auch provokantere Themen wie Gentechnik sollen behandelt werden. Dafür hat sich die Gruppe aus motiviertem Politiknachwuchs zum Ziel gesetzt, Themen von verschiedenen Seiten zu beleuchten und Lösungsansätze zu bieten. JU-Bezirksvorsitzender Daniel Nagl zeigte sich zuversichtlich, für die durch den Arbeitskreis erarbeiteten Positionen Gehör bei den unterfränkischen CSU-Abgeordneten zu erzielen. „Wir verstehen uns als manchmal querdenkende Input-Geber; und vor allem CSU-Umweltpolitiker wie Dr. Anja Weisgeber oder Barbara Becker nehmen diese durchaus auf“, so Nagl. Ziel der jungen CSU‘ler ist es in einer Zeit in der sich emotionale Positionen vor allem bei „grünen Themen“ scheinbar unvereinbar gegenüberstehen, Diskussionen in der grünen Branche frühzeitig zu erkennen und ernstgemeinte Dialogangebote zu bieten.

Für ein erstes konstituierendes Treffen kamen die AK-Mitglieder Ende Oktober nach Heustreu zum Landwirtschafsbetrieb Markus Werner. Nach einer informativen Hofbesichtigung diskutierten die JU’ler mit Werner unter anderem Investitionsbedingungen, Technikeinsatz im Kontext kleinteiliger Flächen und Düngevorgaben. Dabei zeigten sie sich beeindruckend von der Flexibilität des Unternehmers und von seinen enormen Bemühungen speziell im Umgang mit seinen etwa 20 Sonderkulturen. Dabei hat Werner vor allem im Bereich der Blühsamen- und Kräuterproduktion seit einigen Jahren viele Hürden überwinden müssen, um den hohen Vorschriften zu genügen. Dass man heute mit der Produktion von Blühsamen genauso viel Geld verdient wie mit der von Lebensmitteln, stimme Werner trotz seiner erfolgreichen Spezialisierung nachdenklich.

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